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ILE und Regionalmanagement
Eine zentrale Aufgabe der Landentwicklung Rheinland-Pfalz ist die Integrierte
Ländliche Entwicklung (ILE). Sie zielt auf die Sicherung und Erhöhung
regionaler Wertschöpfungen ab (Einkommen für Unternehmen und
private Haushalte, Einnahmen öffentlicher Haushalte, Wettbewerbsfähigkeit
der Region als Wirtschafts-, Freizeit- und Wohnstandort). ILE bezieht
dazu alle Themenfelder ein, die regionale Wertschöpfungen mittelbar
und unmittelbar voranbringen. Dabei werden bereits vorhandene Impulse, Entwicklungen
und Aktivitäten unterstützt und verstärkt. Die einzelnen
Maßnahmen sollen insbesondere Arbeitsplätze schaffen oder sichern.
Neben der Land- und Forstwirtschaft, dem Weinbau und den Fragen der Flächennutzung werden Handel, Gewerbe, Dienstleistungen und Handwerk sowie Themen des Sozial- und Kulturbereichs und der Jugendarbeit betrachtet. Auch die Chancengleichheit für Frauen und Männer in den Regionen wird einbezogen.
Der Handlungsrahmen in den einzelnen Bereichen ist in Rheinland-Pfalz in
den "Leitlinien Landentwicklung und Ländliche Bodenordnung" [
PDF/320
kb] festgeschrieben.
Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE)
Um für die Entwicklung des ländlichen Raumes eine Verbesserung
zu erreichen, müssen die jeweiligen Regionen als Einheit betrachtet
werden. Das bedeutet Abkehr von rein sektoralen Ansätzen und Anwendung
einer integrierten Vorgehensweise, wobei auf die Mitwirkung der Bevölkerung
und aller sonstigen regionalen Akteure besonders Wert zu legen ist.
Die Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE) basiert instrumentell auf
vier aufeinander abgestimmten Säulen:
1. Integrierte Ländliches Entwicklungskonzeptes (ILEK)
2. Regionalmanagement (ILE-RM)
3. Ländliche Bodenordnung
4. Sonstige investive Maßnahmen
Durch den integralen Ansatz werden Ziele einzelner Sektoren, wie beispielsweise
Landwirtschaft, Weinbau, Kommunalentwicklung, Demographische Entwicklung,
ländlicher Tourismus, Arbeitsplatzentwicklung, Naturschutz sowie Wasserwirtschaft
im Rahmen der Integrierten Ländlichen Entwicklung zu einem Gesamtkonzept
mit ganzheitlichem Ziel vereinigt. So geschehen auch im ILEK für
die Region Lahn-Taunus [
PDF/4,6
MB], in dem ein Leitbild für die zukünftige Gestaltung des
ländlichen Raumes erarbeitet worden ist.
Durch die integrierte Vorgehensweise kommt es zu Synergieeffekten und Win-Win-Situationen
zwischen den einzelnen Sektoren: Die Förderung und Weiterentwicklung
von Landwirtschaft und Weinbau wirkt sich positiv auf den ländlichen
Tourismus aus. Die hierdurch hervorgerufene positive Wirkung vergrößert
ihrerseits die Nachfrage nach landwirtschaftlichen und weinbaulichen Erzeugnissen.
Diese Auswirkungen haben wiederum einen positiven Effekt auf Arbeitsplatzentwicklung
und demographische Entwicklung, da Landwirtschaft, Weinbau und Tourismus
wichtige Faktoren für das Arbeitsplatzangebot in der jeweiligen Region
sind.
• Landwirtschaft
• Kommunalentwicklung
• Demografische Entwicklung
• Ländlicher Tourismus
• Arbeitsplatzentwicklung
• Wasserwirtschaft
• Naturschutz und Landschaftspflege
• Weinbau
Regionalmanagement (RM)
Mit dem ILEK Lahn-Taunus ist ein Leitbild für die zukünftige Gestaltung
des ländlichen Raumes der VGen Bad Ems, Katzenelnbogen und Nassau erarbeitet
worden, mit insgesamt 33 Projektvorschlägen. Nicht alle werden gleichzeitig
umgesetzt werden können. Das Regionalmanagement wird sich daher auf
eine geringere Anzahl von Projekten konzentrieren müssen. Es ist Aufgabe
des Vorstandes, über die Priorität der Projekte zu entscheiden
(die Zusammensetzung des Vorstandes ist unten dargestellt).
Um die Umsetzung der Projekte und damit des regionalen Leitbildes zu unterstützen,
wurde zwischen der ILE-Region Lahn Taunus (VGen Bad Ems, Katzenelnbogen
und Nassau) und dem Institut für Ländliche Strukturfoschung [
ifls]
ein Vertrag für das Regionalmanagement geschlossen. Auf dieser Grundlage
werden die Beratungsleistungen bei den Projektträgern durchgeführt.
Sämtliche Aktivitäten erfolgen in enger Abstimmung mit dem Dienstleistungszentrum
Ländlicher Raum Westerwald Osteifel [
DLR
WW-OW] und Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion [
ADD].
Arbeitsschwerpunkte des Regionalmanagements
• Projekte initiieren und gemeinsam mit den Trägern, d.h. Kommunen (Städte, Gemeinden, Landkreise) und privaten Investoren, bis zur Antragsreife vorbereiten sowie nachfolgend in der Umsetzung begleiten (Erstberatung vor Ort und Unterstützung bei der Vorbereitung der Antragsunterlagen)
• Erschließung von Finanzierungsmöglichkeiten
• Aufbau regionaler Netzwerke
• Aktivierung der Bevölkerung durch Öffentlichkeitsarbeit und Information
• Moderation und Beratung im allgemeinen und in Konfliktsituationen
• Monitoring und Evaluation des gesamten ILE-Prozesses
• Geschäftsführung für das Regionalforum inkl. Vorbereitung, Moderation und Nachbereitung
• Dokumentation des Entwicklungsprozesses (u.a. jährlicher Tätigkeitsbericht)
Als Zuwendungsempfänger kommen natürliche Personen (Einzelpersonen, Personengesellschaften und Personengemeinschaften) und juristische Personen des privaten und öffentlichen Rechts sowie Gemeinden und Gemeindeverbände oder Landkreise in Frage.
Der Vorstand
Der Vorstand entscheidet über alle strategischen Fragen des gemeinsamen Regionalmanagements und bildet die oberste Entscheidungsinstanz. Im Vorstand sind verterten...
VG Bad Ems: Bgm. J. Oster, B. Breidling
VG Katzenelnbogen: Bgm. H. Gemmer, M. Diehm
VG Nassau: Bgm. Rau, F.-J. Minor
Landwirtschaftskammer RLP: J.-H. Müller
ADD: D. Klassen
DLR: H. Kommer, N. Gerner
IfLS: U. Gehrlein, N. von Kutzleben

