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ILE-Pressemitteilung vom 24.09.2010

 

Neues Bündnis: ILE gründet Lokale Aktionsgruppe Lahn-Taunus

Als erste ILE-Region in Rheinland-Pfalz haben die in der Integrierten ländlichen Entwicklung (ILE) Lahn-Taunus zusammengefassten Verbandsgemeinden Bad Ems, Katzenelnbogen und Nassau eine Lokale Aktionsgruppe (LAG) gegründet. In der LAG werden repräsentative Partner aus unterschiedlichen Sektoren wie Wirtschaft, Soziales, Kultur und Umwelt in die Regionalentwicklung eingebunden.

BAD EMS / NASSAU / KATZENELNBOGEN, 20.9.2010. "Mit der Gründung der ‚Lokalen Aktionsgruppe Lahn-Taunus' wollen wir dazu beitragen, die erfolgreiche Kooperation zu verstetigen und gleichzeitig auf eine breitere Grundlage zu stellen", fasst Udo Rau, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Nassau, die Ziele der neuen Organisation zusammen. Daher hatten die Bürgermeister der Verbandsgemeinden Bad Ems, Katzenelnbogen und Nassau Privatpersonen aus der Region zur Gründung einer Lokalen Aktionsgruppe eingeladen, kurz LAG.

Bisher bestand die Kooperation innerhalb der ILE vor allem zwischen den beteiligten Bürgermeistern und Vertretern der Landwirtschaftskammer. Mit der LAG Lahn-Taunus werden nun auch Mitglieder der ansässigen Wirtschaft sowie der Sozial- oder Umwelteinrichtungen eingebunden. Zu den Gründungsmitgliedern der LAG zählen neben den Gemeinden und dem Dienstleistungszentrum ländlicher Raum (DLR) der Naturpark Nassau, die Landfrauen sowie jeweils ein Vertreter der Bereiche Tourismus, Handwerks, Soziales, Landwirtschaft und der ILE-Projektgruppen. Die LAG Lahn-Taunus besteht damit aus elf Mitgliedern, vier Vertretern von Kommunen oder öffentlichen Einrichtungen und sieben privaten Vertretern.

Was aber steht hinter dem etwas ungewohnten Namen "Lokale Aktionsgruppe"? "Die LAG ist eine öffentlich-private Partnerschaft, in der private und kommunale Akteure zusammenkommen, um geeignete Projekte zur ländlichen Entwicklung umzusetzen", so Harald Gemmer, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Katzenelnbogen. Zwar benötigen ILE-Regionen in Rheinland-Pfalz keine LAG. Die Einrichtung habe aber zwei Vorzüge. Zum einen sei für manche Investitionsvorhaben die Zustimmung einer LAG nötig. Die Gründung der LAG erschließe daher neue Fördermöglichkeiten. Zum anderen sei es den drei Verbandsgemeinden wichtig, repräsentative Partner außerhalb der Politik stärker in den ILE-Prozess einzubinden.

Neue Projekte gemeinsam in Angriff nehmen

Die Kommunen kooperieren innerhalb der ILE seit über zwei Jahren sehr erfolgreich auf verschiedenen Themenfeldern. Es konnten bereits verschiedene Projekte zur Sicherung und Weiterentwicklung der Lebensqualität umgesetzt werden. Dazu zählen das Leerstandskataster und die Gebäudevermittlungsbörse, der Sozialatlas Lahn-Taunus, der Kultur-Tourismus-Kalender oder auch der Einrich-Bus. Neue Projekte werden zurzeit in Angriff genommen, so im Bereich der Förderung gemeinschaftlicher Wohnformen oder auch der erneuerbaren Energien.

"Die Kommunen können jedoch viele aktuelle und künftige Herausforderungen nicht alleine lösen. Beispielhaft seien hier die Herausforderungen genannt, die sich durch den demografischen Wandel ergeben", so Josef Oster, Verbandsbürgermeister aus Bad Ems. Daher sei neben der interkommunalen Kooperation eine gute Zusammenarbeit mit Partnern außerhalb der Politik wichtig.

"Einige der neuen Mitglieder der LAG hatten bisher nicht regelmäßig mit ILE zu tun. Doch wir wollten ein repräsentatives Abbild der Region. Und die Idee, die hinter der LAG und den Projekten der Regionalentwicklung steckt, hat alle überzeugt", so Oster. Heute sei man froh und stolz, als erste ILE-Region in Rheinland-Pfalz eine Lokale Aktionsgruppe gegründet zu haben. "Dieses neue Kapitel kann zur Standortentwicklung unserer Region beitragen", ist sich Gemmer sicher.

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